Dein Studienstart ohne Geldsorgen.
Deine Checkliste und dein Budgetrechner für den Studienstart, zum Abhaken direkt hier auf der Seite.
19 Punkte, die meisten in unter zehn Minuten erledigt. Einige bringen dir mehrere hundert Euro im Jahr.
In der Schule kommt das leider nicht vor.
Der Studienstart bringt viel auf einmal: neue Stadt, erste eigene Wohnung, Anträge, Fristen, und dazwischen die Frage, ob das Geld reicht. Dass sich viele damit schwer tun, können wir sehr gut verstehen.
Deshalb haben wir vom Verein MoneyRevolution eine Checkliste und einen Budgetrechner entwickelt. Beide sorgen dafür, dass du die wichtigsten Punkte für einen guten finanziellen Start nicht übersiehst.
Ohne finanzielle Sorgen studiert es sich leichter. Dafür gibt es uns.
Damit dein Start auch finanziell klappt
Du musst das nicht der Reihe nach abarbeiten und schon gar nicht alles auf einmal. Fang bei dem an, was dich gerade betrifft. Klick auf einen Punkt, um zu sehen, was dahintersteckt. Deine Haken bleiben gespeichert.
Bevor das Semester startetAnträge, Fristen, Konto
Läuft beim Wechsel von der Schule an die Uni nicht automatisch weiter. Im ersten Studienjahr brauchst du einen Erfolgsnachweis über 16 ECTS; danach musst du nur auf Anfrage des Finanzamts nachweisen. Anspruch besteht grundsätzlich bis 24, mit Präsenz- oder Zivildienst bis 25.
AchtungOhne Nachweis kann bereits ausgezahltes Geld zurückgefordert werden.
Der häufigste Fehler: gar nicht erst prüfen. Die Berechnung hängt nicht nur vom Elterneinkommen ab, sondern auch von Geschwistern in Ausbildung und deiner Wohnsituation. Antragsfristen: 20. September bis 15. Dezember fürs Winter-, 20. Februar bis 15. Mai fürs Sommersemester. Für den Online-Antrag brauchst du eine aktivierte ID Austria.
AchtungInnerhalb der Frist gilt der Antrag ab Semesterbeginn, danach erst ab dem Monat der Antragstellung.
Ohne bezahlten Beitrag bist du nicht gültig inskribiert, und dein Studienbeihilfe-Antrag bleibt liegen. Enthalten ist eine Unfall- und Haftpflichtversicherung für alles, was im Rahmen des Studiums passiert.
AchtungSie gilt nur studienbezogen und ersetzt keine Krankenversicherung.
Bei den meisten Banken kostenlos oder stark vergünstigt, aber nur auf Antrag und meist gegen jährliche Inskriptionsbestätigung.
Der Grund ist psychologisch, nicht mathematisch: Geld auf demselben Konto wie dein Alltagsgeld wird ausgegeben. Richte einen Dauerauftrag ein, der gleich nach dem Geldeingang einen festen Betrag verschiebt.
Die Mitversicherung bei den Eltern ist bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres kostenlos möglich, ab dem zweiten Studienjahr mit Studienerfolgsnachweis. Solange Familienbeihilfe bezogen wird, meldet das Finanzamt das automatisch. Fällt sie weg, gibt es die günstige Selbstversicherung für Studierende bei der ÖGK.
AchtungWer ungeplant herausfällt, merkt es oft erst beim Arztbesuch, mit der vollen Rechnung.
Einmal ehrlich rechnen: Wie oft fährst du wirklich? Für viele ist das regionale Ticket günstiger, weil sie den österreichweiten Teil kaum nutzen. Wer jedes Wochenende heimpendelt, fährt anders.
Nur wenn du ausziehstMeldung und Wohnkosten
Fristgebunden und Grundlage für fast alles andere. Mit dem eigenen Hauptwohnsitz entsteht automatisch die Pflicht zum ORF-Beitrag. Die Daten kommen aus dem Melderegister, anmelden musst du dich nicht. Ob eine Befreiung möglich ist, zeigt dir der Befreiungsrechner.
Kann deine Wohnkosten spürbar senken. Wie viel, hängt stark von deiner Situation ab. Sie ist Landessache, heißt nicht überall gleich (in der Steiermark Wohnunterstützung) und wird überall anders berechnet. Zuständig ist dein Hauptwohnsitz, nicht der deiner Eltern. Prüfen kostet nichts.
AchtungIn mehreren Bundesländern zählt das Einkommen der Eltern mit, und eigenes Vermögen wie Sparbuch oder Bausparer kann den Anspruch kippen.
Erste vier WochenÜberblick schaffen
Vollständig, nicht geschätzt: die letzten drei Kontoauszüge durchgehen. Die meisten finden dabei mindestens zwei Posten, von denen sie nichts mehr wussten. Beträge, die nur jährlich kommen, anteilig mitrechnen.
Drei Töpfe reichen: Fixkosten, Alltag, Rücklagen. Plane den Alltag großzügig. Alltagsausgaben werden fast immer unterschätzt, und ein Budget, das in Woche zwei scheitert, wirft man weg.
Mehr wert, als die meisten glauben: Software, Bahn, Kino, Museen, Fitnessstudio, teils auch Versicherungen und Mobilfunk. Gewöhn dir an, vor jedem Kauf nach dem Studierendentarif zu fragen.
Zwei Fragen: Bist du über deine Eltern noch mitgedeckt? Und was ist dein Wohnungsinhalt überhaupt wert? Manche Versicherer decken Studierende bis 27 mit, solange der Hauptwohnsitz bei den Eltern bleibt. Das ist von Vertrag zu Vertrag verschieden. Der wichtigere Teil ist meist nicht der Hausrat, sondern die mitversicherte Privathaftpflicht.
AchtungIn einer WG gilt: Steht nur eine Person im Mietvertrag, sind die Sachen der Mitbewohner nicht mitversichert.
Nicht „was brauche ich nicht“, sondern: Was habe ich in den letzten 30 Tagen tatsächlich genutzt? Zehn Euro tun einzeln nicht weh, fünf davon sind sechshundert Euro im Jahr.
Erstes SemesterVorsorgen und nichts liegen lassen
Ein bis drei Monatsausgaben, nicht Monatseinkommen. Er ist für kaputte Laptops und Zahnarztrechnungen da, nicht für Urlaub, und er gehört dorthin, wo du jederzeit drankommst.
Hier verlieren Studierende regelmäßig echtes Geld. Die Geringfügigkeitsgrenze und die Zuverdienstgrenzen von Familien- und Studienbeihilfe sind drei verschiedene Dinge mit unterschiedlicher Berechnung. Bei der Studienbeihilfe zählen zum Beispiel auch 13. und 14. Gehalt mit, bei der Familienbeihilfe nicht.
AchtungBevor du im Sommer Vollzeit arbeitest, aufs Jahr hochrechnen. Ein guter Ferienmonat kann eine ganze Jahresbeihilfe kosten.
Wenn du gearbeitet hast, kann Geld für dich zurückliegen. Ein Teil läuft über die antragslose Arbeitnehmerveranlagung automatisch. Selbst einreichen bringt aber oft mehr, weil du dabei Werbungskosten und Sonderausgaben geltend machen kannst. Das geht bis zu fünf Jahre rückwirkend.
AchtungAuch ohne gezahlte Lohnsteuer kann etwas zurückkommen. Voraussetzung sind gezahlte Sozialversicherungsbeiträge.
Budgets scheitern nicht an der Miete, sondern an dem, was einmal im Jahr kommt: ÖH-Beitrag, Versicherungen, Zahnarzt, Geschenke, Reisen. Alles aufschreiben, durch zwölf teilen, monatlich zurücklegen.
Fast jeder hat irgendwo etwas liegen, das Eltern oder Großeltern abgeschlossen haben: Bausparer, Lebensversicherung, altes Sparbuch. Trag zusammen, was es ist, wann es verfügbar ist und wie viel drin steckt.
AchtungVor dem Kündigen oder Umstellen jemanden fragen, der die Papiere lesen kann. Eine übereilte Kündigung ist oft teurer als ein schlechter Vertrag.
Stand: August 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Beträge und Grenzen ändern sich jährlich.
Am Monatsende ist das Geld weg und du weißt nicht wohin.
So geht es vielen. Nur: Wer nicht weiß, wohin sein Geld geht, weiß auch nicht, wo er sparen könnte.
Trag ein, was reinkommt und was rausgeht, inklusive der Kosten, die nur ab und zu kommen. Genau die bringen sonst jedes Budget durcheinander.
Was reinkommt
Beträge pro Monat, netto.
Was jeden Monat fix weggeht
Miete, Verträge, Abos und Alltag.
Was nur ab und zu kommt
Trag den Betrag ein, der jedes Mal anfällt, nicht die Jahressumme.
Wer nur Miete, Handy und Essen einplant, kommt elf Monate gut hin, im zwölften dann gar nicht. Der Betrag oben ist das, was du zusätzlich zu deinen laufenden Fixkosten monatlich beiseitelegen solltest. Am besten per Dauerauftrag auf ein zweites Konto. Tipp: Schau in deine Kontoauszüge der letzten zwölf Monate. Fast jeder findet dort zwei Posten, an die er nicht gedacht hätte.
Da bleibt was übrig. Gut gemacht.
Zuerst der Notgroschen. Was dann noch bleibt, hängt davon ab, wann du das Geld wieder brauchst. Zum Webinar anmelden
Alle Unterlagen zum Download
Checkliste zum Aufhängen und der Budgetplaner zum Ausfüllen, beide als PDF.
Und wenn am Monatsende etwas übrig bleibt?
Dann hast du das eigentliche Ziel erreicht. Zuerst kommt der Notgroschen, und zwar dorthin, wo du jederzeit herankommst. Alles darüber hinaus hängt davon ab, wann du das Geld wieder brauchst. Diese Frage beantwortet man am besten gemeinsam mit jemandem, der deine Situation kennt.
